Historie der FT 1844 Freiburg


Im Jahr 1844 wurde der Turnverein durch stud. med. Georg von Langsdorff gegründet. Bis zum Jahr 1848 war Prof. Dr. med. Karl Hecker 1. Vorsitzender des Vereins. Wegen der Teilnahme einer bewaffneten Gruppe von Turnern an den Osterkämpfen in Freiburg im Jahr 1848 wurde der Verein als staatsgefährdend verboten und aufgelöst. Nach einer Zwangspause von 12 Jahren wird der Turnverein 1860 neu gegründet. Als erster Verein Süddeutschlands gründet der Turnverein 1895 eine Damenabteilung. 1905 wird an der Schwarzwaldstrasse (Messplatz) das neue Sportgelände eingeweiht. Unter dem Vorsitz von


Geheimrat Prof. Dr. Ludwig Aschoff erfolgt im Jahr 1919 der Zusammenschluss der drei Freiburger Turnvereine zur "Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V.". Noch im gleichen Jahr wird die erste Vereinszeitung herausgegeben. Im Jahr 1927 muss das Gelände an der Schwarzwaldstrasse wegen Eigenbedarf an die Stadt abgegeben werden. Das neue Gelände an der Schwarzwaldstrasse (heute Sportpark der FT 1844 Freiburg) wird am 21.Juli 1931 eingeweiht.


Durch das alliierte Gesetz Nr. 52 wurden 1945 alle Turn- und Sportvereine aufgelöst und das Vermögen beschlagnahmt. Die FT 1844 Freiburg verlor den Platz an die Franzosen. Der alte Name "Freiburger Turnerschaft von 1844 e.V." konnte erst 1949 wieder angenommen werden.

1960 wird mit dem Bau einer Turnhalle begonnen. Am 16.Februar 1963 erfolgt die Einweihung der "Burdahalle". Mit der Einweihung der "Schauenberghalle" im Jahr 1969 wird bereits das dreitausendste Mitglied registriert. Mit dem FT-Schwimmzentrum wird das dritte Vereinshallenbad in Deutschland gegründet. Bereits wenige Wochen später steigt die Mitgliederzahl auf über 4.000 an.

1972 dehnt sich die Vereinsanlage aus. Eine Gymnastikhalle, ein Restaurant, Hotel, Dienstwohnungen sowie ein Ballettsaal schließen sich an. Der erste deutsche Sportkindergarten wird konzipiert. Nachdem 1978 die Idee "Ferien im Sportpark" geboren wird, wird parallel der sozial gestaffelte Familienbeitrag eingeführt.

Neben der Sportplakette durch den Bundespräsidenten im Jahr 1985 bekommt der Verein 1986 den "Goldenen Ball" von der Sportpresse Baden-Württemberg verliehen. Die erste Gesundheitswoche findet 1988 bundesweite Beachtung. 1991 beteiligen sich erstmals mehr als 1.000 Kinder an der Ferienfreizeit SPORT-SPIEL-SPASS.


Der Verein feiert 1994 seine 150jährige Sportgeschichte. Es gibt 22 Sportabteilungen, ca. 100 Freizeitsportgruppen, rund 300 Kursangebote, mehr als 1.000 Sportstunden pro Woche, davon 480 unter Anleitung von Trainern und Übungsleitern.

Die FT 1844 Freiburg öffnet sich zum Westen der Stadt. Im Oktober 2001 wurde der neue FT-Sportkindergarten im Rieselfeld eröffnet.
Neben weitreichenden Sanierungsmassnahmen wurde 2003 die Beach-Volleyball-Anlage auf fünf Felder erweitert. Durch den Ausbau des Kinder-, Jugend- und Fitnessprogramms verzeichnet die FT 1844 Freiburg einen starken Mitgliederzuwachs. Insbesondere durch die Einrichtung der FT-Fußballschule für Kids im Frühjahr 2004 und durch die Eröffnung des ersten Freiburger Vereins-Fitness-Studio im September erreicht die FT 1844 Freiburg mit 6.500 Mitgliedern den höchsten Mitgliederbestand in der Vereinsgeschichte. Die Eröffnung der bundesweit ersten Sportgrundschule im Jahre 2007 ist ein erneuter Beleg für die Innovationskraft des größten Badischen Sportvereins.

Im Jahr 2009 steht die bisher größte Sportveranstaltung der Vereinsgeschichte bevor: Die 54. Rollkunstlauf-Weltmeisterschaften 2009 in Freiburg- ausgetragen durch die FT
1844 Freiburg. Die fünfjährige Vorbereitung auf dieses Großereigniss wird schlussendlich belohnt. Die Rollkunstlauf-Weltmeisterschaften werden ein voller Erfolg. Knapp 1000 Athleten und Athletinnen aus 28 Nationen bieten den zahlreichen Besuchern eine unvergessliche Großsportveranstaltung. Nicht nur der Verein profitiert dabei von der positiven Resonanz, sondern auch die Stadt Freiburg sowie der Rollkunstlauf an sich.
 
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